Geschichten - Verschiedenes


Wieder und wieder und wieder

Von sklave 1548

 

Der Sklave trägt einen Strafanzug aus milchig-weißem PVC. DervReißverschluss ist auf dem Rücken geschlossen. Füßlinge und Fäustlinge und eine Kopfhaube sind angearbeitet. Darunter ist er nackt, von außen betrachtet sieht man eine bizarr gekleidete Gestalt vor einem großen Bett kniend. In der rechten Hand ein Spültuch aus Schaumstoff, in der linken Hand eine Sprühflasche mit Latexmilch. Dort kniet er und poliert sorgsam die Latexoutfits und Masken seiner Herrin. Immer wieder fällt der Lappen oder die Flasche aus den Händen, die von der Politur ganz glitschig sind. Er sieht nur durch zwei winzige Augenöffnungen, tastet ungeschickt nach den Utensilien. Doch am schlimmsten ist die nötige Konzentration aufs Atmen, bläht sich doch die Haube des Anzugs vor seinem Mund ständig auf, denn er muss durch ein nur bleistiftgroßes Löchlein ein- und ausatmen.

 

Umso sorgfältiger arbeitet der Sklave, versucht durch die winzigen Augenöffnungen zu erkennen welche Stellen er noch nicht bearbeitet hat. Die Herrin hat ihm erklärt, dass sie keinen Sklavenschweiß und keine Abdrücke auf ihren Outfits haben möchte, und dass der Anzug somit nur zum Schutz der Herrin dient. Dafür nimmt der Sklave die leichten “Atembeschwerden” doch gerne in Kauf.

Doch nun, nach zwei Stunden, wird er langsamer, der Sklave, ist er doch bereits am vorletzten Teil, einem weit-schwingenden, langen Latexrock, angekommen und hier muss er vorsichtig Falte für Falte arbeiten.

Außerdem hat ein glänzender Anblick seine Blick eingefangen, hinter der ausschweifenden Sammlung an Gummianzügen erblickt er nämlich etwas versteckt den eisernen Bodenpranger der Herrin, den er bisher nur mit Schauern auf Bildern erahnt hatte.

Immer langsamer poliert er, immer öfter fällt die Politur zu Boden, denn immer mehr schweifen die Gedanken zu den Fantasien, die er plötzlich im Kopf hat. Sklave1548 hört den Glockenschlag: 10 Uhr. Er ist also eine halbe Stunde früher fertig als gedacht. Da könnte er doch…

 

Langsam und auf Knien robbt er zu dem Bodenpranger hinüber, der einsam und verlassen in der Ecke steht. Geradezu einladend sieht er die Hand und Fußschellen, sowie den großen Ring. “Da soll also der Kopf rein”, denkt er sich, streicht prüfend mit den PVC Händen über das Metall.

Er spielt an den Stiften, zieht einen heraus und klappt die Halsschelle auf. Er muss wissen wie sich das Eisen anfühlt wenn es geschlossen ist. Er lauscht angestrengt, kein Geräusch von der Herrin zu hören, er bildet es sich zumindest ein, denn unter dem sich ständig aufblähenden und kontrahierenden PVC der Kopfhaube kann er fast nichts an Geräuschen ausmachen. Wieder und wieder prüft er das Metall, spürt wie unnachgiebig die Konstruktion ist.

Er legt sich mit dem Bauch auf die Querstange, die seine Hüfte stützt. Langsam, ganz langsam senkt er seinen Kopf, bis der Hals auf der aufgeklappten Manschette liegt. Jetzt gibt es kein Überlegen mehr, er muss die Schelle schließen und den Stift einführen um das Gefühl zu spüren.

Weiter traut er sich nicht, legt prüfend Hände und Füße in die geöffneten Klammern, kann diese aber nicht schließen, will diese auch nicht schließen, denn mit der harten Atemreduktion wollte er niemals im Leben in dieses Gestell gefesselt sein. Ein Ruck mit dem Kopf nach oben zeigt ihm, dass es dann kein Entrinnen gäbe.

 

Lady Patricia steht mit kühlen Blick hinter ihm. Sie ist die ganze Zeit im Raum gewesen, hatte sogar entspannt in einer Zeitschrift geblättert und ihm bei der Arbeit zugesehen. In diesem restriktiven Anzug hätte sie ihn auch nie allein arbeiten lassen.

Die Herrin genießt die unerwartete Wendung, ihr fällt gerade ein, dass der Sklave ja noch gar nicht in den besonderen Genuss des Bodenprangers gekommen ist. Sie sieht, wie der Sklave ganz still liegt, wohl versucht zu hören ob die Herrin bereits wieder zurückgekehrt ist.

Leise, ganz leise schließt sie die Fußschellen. Ganz leise und vorsichtig die Handschellen. Die Herrin führt die Verriegelungstifte ein. Click!

Als der Sklave die Gegenwart seiner Göttin wahrnimmt und noch versucht, sich zu befreien, ist es bereits zu spät.

 

2 Sekunden später schlägt der Gummistock dumpf auf seinem Po auf.

Wieder und wieder und wieder.


Eine Neujahrsgeschichte

Von sklave 1548

 

Die extravagante Silvesterparty ist im vollen Gange. Man sähe, wenn man eine der exklusiven Eintrittskarten besäße, frivole SM-Paare, Herrinnen mit ihren Dienern und Sklaven, vollkommen verhüllte Fetischisten. Man sähe, dass der gemeinsame Lifestyle ebenso gefeiert wird, wie das neue Jahr. Ausgefallene aber auch elegante Outfits in Lack, Latex und Leder. Die Sklaven sind zur Topform trainiert und werden in aller Strenge von ihren Besitzerinnen präsentiert und auch benutzt. Es wird gelacht und getanzt und geschwitzt.

 

Als die Stimmung immer mehr dem Höhepunkt zustrebt, um halb zwölf, wird die Neujahrsdekoration enthüllt.

Lady Patrica entfernt die rote PVC Folie, die über einer kleinen Bühne am Rande der Tanzfläche gebreitet ist.

Applaus kommt auf, sie sieht zufrieden in die begeisterten Augen ihrer Freundinnen, als sie den präparierten Neujahrssklaven erkennen. Er steckt ganz nackt in einem Bodenpranger, der aber nicht auf dem Boden, sondern bequem auf einem kreisrunden Holz-Podest in Hüfthöhe platziert ist. Der Kopf ist in einer Gummimaske, aus den Nasenlöchern kommen Atemschläuche, die in kleine Ventile enden. In den Mund schnallt sie nun einen großen Ballknebel, der wie ein Apfel aussieht. Der Hals ist im Eisenring des Prangers, der auch die Maske abschließt.

Der Bauch ruht unbequem aber unter gesunder Anspannung auf einer Stange. Hände, Füße sind in den Eisenklammern des Prangers.

Der Penis ist verkabelt ebenso Eier und Brustwarzen.

 

Die Lady will hier allen Partygästen Zugang schaffen, so dass niemand warten muss. Mehrere Stromgeräte mit kleinen Drehreglern sind am Rande des Podestes aufgestellt. Andere Sklaven bringen nun reichlich Kerzen herbei, sogar aus verschiedenen Wachssorten.  Am Fuße des Podests, sind kreisförmig lauter Köcher, in jedem steckt ein anderes Schlaginstrument. Kleine Körbchen mit Kanülen sind ebenso vorhanden wie Klammern, alles ist kreisförmig und säuberlich auf dem runden Podest platziert.

Der Raum ist einmal mucksmäuschenstill, man hört leise Handykameras,  denn nun gehen massenhaft Fotos an SM-Zirkel in aller Welt mit denen man gerne diese Neujahrsüberraschung teilt.

“DAS”, sagt Patricia feierlich und mit einem lustvollen Lächeln, “Das ist unser Neujahrs-Spanferkel, komplett mit Apfel im Maul”. Ein Lachen geht durch den Raum, gierige Blicke der anwesenden Herrinnen laufen zwischen Schlaginstrument und Sklave hin und her. Die Ladies die dem Sklaven am nächsten sind, sehen seine Gänsehaut trotz der Hitze des Raumes, sehen wie er hilflos den Kopf dreht, auf der Suche nach etwas Licht unter der schwarzen Maske.

“Nur eine Bitte – lasst ihn ganz, so gut es geht”, wieder leichtes Gelächter im Raum.

“Doch in drei Minuten fängt das neue Jahr an.” Viele Gäste haben bei der Präsentation die Zeit vergessen, doch in der Tat, gleich ist es Zeit aufs neue Jahr anzustoßen.

Lady Patricia lässt sich einen Gummi-Plug mit Öffnung und Trichter bringen.

“Findet ihr nicht…., dass unser Objekt hier das erste Gläschen Sekt im neuen Jahr haben soll”. Ein Lachen im Raum, denn der Sklave hat deutlich hörbar ein “Ja Herrin” unter dem Knebel hervorgebracht.  Lady Patricia lässt sich den Spaß nicht nehmen. Eigenhändig und ohne Gnade penetriert sie den Sklavenanus mit dem Plug. Ein Diener eilt mit einem Tablett und einer Sektflasche herbei.

Um eine  Minute vor zwölf kniet die Lady neben dem Gummikopf ihres Sklaven.

“Soll ich dir den Knebel abmachen, damit du trinken kannst?”.

Schallendes Gelächter im Raum. In dem Moment nickt die Lady dem Diener zu und der Sekt verschwindet im Trichter. Sie flüstert ihm zu: “Die Herrin kann den Wurm doch immer wieder überraschen… genieße den Sekt”

Und dann laut an die Partygäste:

“Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2018 und gebe den Neujahrssklaven nun zur Benutzung frei”.

Ende

 

P.S.

Es wurde eine frivole Party und noch Monate später musste die Lady nur das Wort “2019”, oder “Sylvester” erwähnen und sie sah eine sofortige Verhaltens-Verbesserung bei ihrem Sklavenwurm.


Last Christmas à la Lady Patricia

Von sklave 1548

 

Einige Tage vor Weihnachten wurde der Sklave 1548 von Herrin Patricia ohne besonderen Anlass zur Audienz zitiert.

Wenn die Lady ihn ohne weitere Informationen zu sich bestellte, stand meistens eine besondere Begegnung bevor, doch auch dies war keine Gewissheit. Es konnte durchaus sein, dass sie ihn nur wegen einer kleineren Erledigung zur Villa zitierte. Aber es war Weihnachtszeit, ein besonderes Gefühl ging durch die Menschen und die Sehnsucht, der grauen regnerischen Umgebung zu entfliehen, war allgegenwärtig. Dass er im Domizil der Lady Patricia in eine ganz eigene, bizarre Umgebung eintauchen würde, das wusste er genau.

Der Ablauf ist den Lesern dieses sklavenblogs sicher bekannt – das pünktliche Erscheinen unter der Türkamera war selbstverständlich, ein Präsent zu Weihnachten in der Hand und auch der sklave präsentierte sich ordentlich mit Halsband und Fesselgurt unter der Winterkleidung. Die Herrin ließ ihn warten. Sie tat dies nicht, weil sie den Sklaven bestrafen wollte oder weil er sich etwas “zuschulden” hätte kommen lassen. Aber andererseits, sie stand vor dem Türdrücker, blickte auf den Bildschirm und sah die Schneeflocken tanzen und sich auf ihrem wartenden Sklaven auftürmen. Draußen waren es minus fünf Grad und bei der Herrin wohlige fünfundzwanzig. Patricia war es richtig weihnachtlich zumute, sie hatte ein farblich passendes, grünes, Latexkleid an, darüber einen schwarzen Lackmantel. In der Hand eine Tasse warmen Tee. Und sie ließ ihn noch warten, wie gesagt, nicht um zu bestrafen, sondern einfach weil sie es konnte, weil sie die Herrin war.

 

Fünf Minuten, zehn Minuten… die Lady war sehr zufrieden mit der Disziplin ihres Dieners, der abgesehen von ein paar heimlichen Blicken nach oben in Richtung der Kamera, regungslos ausharrte. Doch sie wusste, dass er irgendwann zum Handy greifen würde um nachzufragen. Genau dann drückte sie den Türsummer.

Vor Schreck ließ der sklave das Handy natürlich prompt in den Schnee fallen. Er bückte sich im Sturzflug danach, doch die Lady hatte gerade keine Lust auf Besinnlichkeit. Sie griff nach dem Hörer der Haussprechanlage: “WO bleibt der  sklave? SOFORT reinkommen!” herrschte die Stimme unmissverständlich in die Kälte des Abends.

Zufrieden sah Patricia wie er dressiert auf die Haustür zustürmte. So wollte sie ihn haben: unterwürfig, gedankenlos, perfekt abgerichtet. Der sklave hingegen hetzt nun die Treppe hinauf zum Domizil der Lady, die Warterei und den Verlust des Mobiltelefons spielten keine Rolle mehr, nur das Wort “SOFORT” war jetzt wichtig.

Vor der Tür lag ein Zettel: “NACKT ausziehen, Augenbinde aufsetzen”. Daneben lag eine einfache Augenmaske. Der sklave fummelte gefühlt ewig an sich herum, bis er endlich im Adamskostüm und nur mit der Maske vor der letzten Tür kniete, die Tür die ihn noch von seiner Meisterin trennte. Sein Präsent – ein Geschenkgutschein – lag sorgfältig neben ihm. Die weiche Augenmaske ließ ihn erahnen, dass die Herrin sicher eine ebenso weiche Laune haben würde, und er freute sich auf eine sicherlich weihnachtliche Begegnung mit Göttin Patricia.

Das leise Quietschen der Tür, ein kleiner Luftzug, sonst kein Ton. Schwach roch er den Duft ihres Parfums, den er so gut kannte. Sie stand vor ihm. Geübt glitt er auf Knien auf den glatten Fliesen in den Vorraum um sie mit Stiefelküssen zu begrüßen. Die Tür schloss sich, immer noch wurde kein Wort gesprochen.

 

“Aufstehen!”

Sofort richtete er sich auf, froh endlich die Herrin ansprechen zu können. “Der sklave wünscht Ihnen frohe Weihnachten Herrin”. Keine Antwort. Stattdessen Schritte um ihn herum. Er spürte wie sie ihn genau inspizierte. Latexfinger glitten manchmal über Teile seines Körpers, seine Eier. Sicher kontrollierte sie seine Behaarung.

“Gut. Du kannst die Maske abnehmen”.

Nun strahlte 1548 über das ganze Gesicht vor Freude, war es doch Weihnachten und nachdem er seine Herrin schon fast einen Monat nicht mehr gesehen hatte, stand diese nun wirklich wieder vor ihm, fixierte ihn aber dabei mit strengem Blick.

“Das Lächeln des sklaven macht der Herrin doch immer wieder gute Laune. Die Herrin wünscht ihm natürlich ebenso frohe Weihnachten. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten.”

Patricia genoss den irritierten Blick vor sich, und sie freute sich umso mehr, die Überraschung zu präsentieren.

“Das tut dem sklaven leid – was sind die Nachrichten?”

Sie schmunzelte: “Die Herrin hat dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum, deswegen muss der sklave leider Ersatz bieten wenn nachher die Bescherung ist. Ersatz für den Weihnachtsbaum wohlgemerkt, denn die Herrin bekommt noch Besuch von einigen Freundinnen zu einer kleinen Weihnachtsfeier.”

Immer irritierter wurde das Gesicht vor ihr. Sie genoss es, wenn sie die Gedanken ihres Dieners förmlich auf dessen Gesicht rattern sah. Oh wie sie Überraschungen liebte.

“Du willst doch sicher nicht, dass Lady Steffi und Madame Tanja auf einen schön geschmückten Weihnachtssklaven verzichten müssen?” Dabei spürte er den geübten Griff der Latexhände an seinen Eiern. “Mitkommen!”

Im Bestrafungszimmer dann die erste Erleuchtung. Das Andreaskreuz war zum einen mit Lichterketten, zum anderen mit dornengespickten Rosenästen über und über geschmückt.

“Dranstellen!”

Eisig schnitt die Stimme der  Herrin durch den Raum.  Sie wollte jetzt keine Zeit mehr verlieren. Sie hatte beim Empfang noch gut weihnachtliche Besinnlichkeit vorspielen können, und dafür war in einigen Stunden sicher noch genug Gelegenheit. In einigen Stunden, wenn ihr Diener volldekoriert, geknebelt, nichts sehend und hörend, erschöpft und mit Striemen übersäht an diesem Kreuz hängen würde. Dann würde die Herrin sicher in weihnachtlich enspannter Stimmung sein und mit ihren Gästen einen gemütlichen Abend genießen. Doch bis dahin wollte sie Härte, Strenge und Dominanz.

Schnell zurrte sie die wichtigsten Ledergurte fest, sie wählte das klassische X des Andreaskreuzes. Die Form, die die meisten ihrer Gäste am Bahnübergang immer an die Herrin erinnerte. Zusätzliche Seile pressten ihren sklaven immer fester in  die Dornenäste und die heißen Birnchen der Lichterkette.

“Mund auf!” Hinein kam ihr brutalster Knebel, eine unangenehm große Kugel die ordentlich tief zwischen die Zähne gezurrt wurde.  An die Hoden kam nun ein kleines Geschirr “Parachute” genannt, das in einigen kurzen Ketten endete.

“Sieh nach vorne, dein erstes Geschenk!”. Auf dem Boden war ein rundes Etwas in roter Geschenkverpackung. “Ich öffne es für den sklaven, er ist ja gerade verhindert” klang es mit unverholener Süffisanz. Er kannte den schwarzen Humor seiner Meisterin nur zugut. Arme, Beine, Brust und Bauch waren mit den Gurten fest ans Kreuz gebunden, die Seilschnürung ließ ihm keinen Zentimeter mehr, um sich dem nagenden Schmerz an seinem Rücken zu entziehen. Er würde hier hängenbleiben, auch wenn er noch noch zehn Jahre versuchte sich zu befreien. Auch das Geschirr an seinen Hoden ließ ihn Übles erahnen.

 

Langsam öffnete die Herrin das Geschenkpapier, darin kam eine schwere Eisenkugel mit Griff zum Vorschein, ‘Kettlebell’ im Fitnessjargon. “16 kg” stand darauf. Die Herrin sah die weit aufgerissenen Augen des sklaven durch den Knebel unfähig zu jeder anderen Form des Gesichtsausdrucks. “Ich sehe der sklave freut sich – und er weiß ja wo am Baum die großen Kugeln hinkommen – nach unten!”

Die Herrin genoss die Hilflosigkeit vor sich, und das war ja nur der Anfang. Langsam hängte sie die Kugel ein, langsam straffte sie das Seil, immer und immer weiter. Kein Jammern, kein Flehen ließ sie innehalten bis das Eisen in der Luft schwebte.

“Braver Weihnachtsbaum!” hörte er ihr Flüstern im Ohr. Die grausame Kompression der Sklaveneier, der männlichen Kronjuwelen in Konkurrenz mit dem Willen durchzuhalten, mit dem Wissen, dass es ohnehin keine Wahl gab und mit der Freude über das Lob der Herrin. So ging es weiter. Die stabilsten Nippelklemmen wurden langsam und sorgfältig und sehr, sehr fest angelegt. Auch daran kamen schwere Eisenkugeln.  Jedes Zischen, jedes Murren des Sklaven war ein Zeichen, dass die Lady auf dem richtigen Weg war. Immer wieder hielt sie inne, begutachtete ihre Arbeit, plante den nächsten Schritt. An die Ohrläppchen kamen Krokodilklemmen und einfache Christbaumkugeln, ebenso an wahllose andere Stellen. Zuletzt kam der Strom. Patricia zeigte ihrem Diener das unscheinbare und doch so furchteinflößende Kästchen.

“Die Herrin mag es wenn  die Kugeln am Baum etwas in Bewegung sind. Denkt der sklave, dieses Kästchen ist dafür geeignet, er ist doch sonst immer so technisch interessiert?”

Ohne Zögern hörte sie das Murmeln hinter dem Knebel. “Ja Herrin”.

Patricia inspizierte den bizarren Weihnachtsbaum. Er war bereits jetzt ständig in Bewegung. Die Dornen am Rücken, die beiden Lichterketten, die sie um ihn gewickelt hatte, die Gewichte. Alles stand in Konkurrenz zueinander und leitete Schmerzen in das Sklavenfleisch, verursachte ständige Bewegung. Zufrieden sah sie den unterwürfig-geilen Blick, den Speichelfaden der obligatorisch vom Ballknebel hinabtropfte. Ein wahrhaft besinnlicher Anblick für eine dominante Person!

 

Langsam griffen die Hände der Herrin mit schwarzen Latexfingern an die empfindlichsten Stellen des sklaven und stellten zufrieden die Geilheit ihres Opfers fest. Umso leichter glitt die Harnröhrenelektrode in den Penis hinein.

Nichts war eine bessere Dinnerbegleitung als ein beiläufiger Griff zu den Drehreglern, später, wenn die Damen zu müde vom guten Essen und zu erschöpft von den Rohrstock-Exzessen sein würden, dann war dies ein angenehmer Begleiter durch den Abend.

Patricia war sehr zufrieden mit ihrer Idee, denn der sklave1548 machte sich sogar optisch gut als Weihnachtsschmuck. Langsam rollte sie den Käfig, der heute als Dinnertafel dienen würde, vor den sklaven und breitete ein Tischtuch darüber aus. Ein letzter prüfender Blick, dann hieß es Abschied nehmen.

“Ich bin wirklich stolz auf dich und auf deine Bereitschaft heute als Weihnachtsbaum zu dienen.” Sie streichelte ihm freundlich durch Haar. “Die Bescherung und das Dinner finden trotzdem ohne dich statt.” Mit diesen Worten glitten Ohrstöpsel in seine Ohren und die verhasste schwarze Latex-Henkersmaske über seinen Kopf.

Dumpf hörte er die letzten Worte der Herrin: “Zur Belohnung bekommst du aber Musik!”

Und nun hörte er ihn, George Michael in voller Lautstärke. Sein einziger Weihnachtshit – das einzige Lied in der Playlist der Herrin, in Dauerschleife. Schon landete zur weiteren Einstimmung der erste Hieb mit dem Rohrstock auf seinem linken Oberschenkel.

 

Hätte er doch niemals sagen sollen, dass er “Last Christmas” nicht mag.